Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur

Die „Sibylle“ war DIE Zeitschrift für Mode und Kultur der DDR, herausgegeben zunächst vom „Modeinstitut Berlin“, später vom „Verlag für die Frau“. Die ob ihrer inhaltlichen Qualität auch als Ost-Vogue titulierte Zeitschrift erschien sechsmal jährlich, in einer zu DDR-Zeiten planwirtschaftlich reglementierten Auflage von 200.000 Exemplaren und war, wegen grosser Nachfrage, regelmäßig schnell vergriffen. Ihre MacherInnen waren vorrangig Mode-Designer, Fotografen und Journalisten mit einem hohen inhaltlichen und qualitativen Anspruch. Die Bildsprache des Magazins war für die DDR und andere Länder hinter dem Eisernen Vorhang stilprägend. Die „Sibylle“ war keine reine Frauen- oder Modezeitschrift. Vielmehr war der redaktionelle Anspruch immer auch, aktuelle gesellschaftlich-kulturelle Themen zu behandeln. Das Buch stellt die wichtigsten FotografInnen und deren Arbeiten für die „Sibylle“ über den gesamten Erscheinungszeitraum von 1956 bis 1995 in ausführlichen Bildstrecken vor.
Weiterhin werden die redaktionelle und inhaltliche Ausrichtung der Zeitschrift, die darin subtil verborgenen gesellschaftskritischen Elemente, die Gestaltungsgeschichte über vier Jahrzehnte hinweg (inklusive sämtlicher Coverbilder), sowie das über die Zeitschrift vermittelte moderne Frauenbild thematisiert, das sich deutlich vom westlichen Rollenverständnis der Zeit unterschied.

zum Buch Hartmann Books

Ausstellung:

Kunsthalle Rostock, 18.12. – 17.4.2017
Opelvillen Rüsselsheim, 28.8. – 26.11.2017

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