Robert Schad erhält den Iserlohner Kunstpreis 2019

Villa Wessel, Iserlohn 07.09. – 10.11.2019

Robert Schad (*1953) ist der diesjährige Preisträger des alle drei Jahre durch den Kunstverein Villa Wessel vergebenen Iserlohner Kunstpreis. „Uns hat die sehr eigenständige Formensprache von Robert Schads Skulpturen überzeugt. Sie bestechen durch ihre Linienführung im Raum und ihre scheinbare Leichtigkeit“, so Dr. Theo Bergenthal, Vorsitzender des Kunstvereins Villa Wessel. Der Kunstpreis ist mit 20.000 EURO dotiert und wurde am 6. September 2019 im Rahmen der Ausstellungseröffnung feierlich übergeben.

 

Der in Ravensburg geborene Stahlbildhauer Robert Schad beginnt seine Skulpturen mit Zeichnungen auf Papier. Diese Linien setzt er dann mit massivem Vierkantstahl-Profilen dreidimensional um. Dynamische Schwünge und Bögen entstehen dabei nicht durch Verbiegen, sondern durch Addition unterschiedlich langer und gerader Teile. Erst werden sie geschnitten, dann verschweißt und letztendlich verschliffen, beschreibt Schad seinen Entstehungsprozess. Dadurch wirken seine Skulpturen organisch und filigran. So schwer sie auch sein mögen, oftmals über mehrere Tonnen, so leicht wirken sie, und scheinen im Raum zu tanzen. Assoziationen zur Musik kommen nicht von ungefähr. Robert Schad ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Stahlplastiker in Deutschland. Er wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seine Großskulpturen stehen an Orten in der ganzen Welt. Zurzeit sind mehr als 60 Skulpturen an mehr als 40 Orten in Oberschwaben in Baden-Württemberg noch bis November temporär zu sehen. Mit diesem Skulpturenprojekt „Von Ort zu Ort“ hat er große Aufmerksamkeit erhalten – und jetzt noch die Anerkennung durch den Iserlohner Kunstpreis. „Ich freue mich sehr über diesen Preis, und dass ich die namhafte Liste der bisherigen Preisträger fortführen darf.“ (Robert Schad)

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