Philippe Dudouit. The Dynamics of Dust

Dieses fotografische Langzeitprojekt des Schweizer Fotografen Philippe Dudouit (*1977) setzt sich mit der Sahel-Sahara-Zone und der einst nomadischen Bevölkerung auseinander. Das frühere Touristenparadies ächzt. Islamistischen Terrorismus wird dafür verantwortlich gemacht, aber genauer betrachtet ist es ein gefährlicher Cocktail aus wirtschaftlicher Unterentwicklung, Armut und Staatsversagen. In das Vakuum nistete sich eine komplexe Struktur militarisierter Islamisten, Menschenhändler, Drogen- und Waffenschmuggler ein. Hinzu kommt die Korruption, befeuert durch die Interessen großer Konzerne an Öl, Gold und Uran. Hier wächst eine verlorene Generation junger Menschen heran, der oftmals nichts anderes übrigbleibt, als zu flüchten – ins Ausland oder in die Kriminalität. Dudouit wechselt zwischen analoger und digitaler Aufnahmeverfahren– sich an der Wüstenfotografie der Kolonialzeit orientierende, tableauhafte Großformatfotografie wechselt sich mit digitalen Aufnahmen ab, die sich teilweise auch nur aus an den Fahrzeugen befestigten Prosumer-Kameras speisen.

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