Da ist alles so ordentlich…

Im Zeitalter der Globalisierung ist vieles geregelt und geordnet. Jean-Luc Cramatte zeigt in seiner neuen Serie mit dem Thema der Anhäufung in einer Landschaft, dass das nicht immer der Fall ist. Seit 20 Jahren beschäftigt sich Jean-Luc Cramatte mit der Idee des fotografischen Inventars. Er ist ein obsessiver Bildersammler – eigene Fotografien interessieren ihn ebenso wie gefundene Bilder. Es gefällt ihm, in Serien zu denken und zu arbeiten und alle möglichen Spuren zu sichern, denen wir unser (lückenhaftes) kollektives Gedächtnis verdanken. Seine Untersuchungen der sichtbaren Welt beruhen immer auf eigenwilligen Konzepten und lenken den Blick auf Unscheinbares und Übersehenes. Von den ersten Anzeichen von Zerfall bis hin zur komplett überwucherten Ruine halten seine Bilder den Ist-Zustand fest. Damit liefern sie – weder anklagend noch jammernd, sondern ungeschminkt und frei von Nostalgie – einen aufschlussreichen Befund dieses Umbruchs.

zum Buch, Edition Patrick Frey

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